Kick-Off Veranstaltung

Datum: 07. Juli 2010
Ort: Fraunhofer-Forum Berlin

Nach Meinung vieler Experten bieten Busse im ÖPNV gute Voraussetzungen für den Einsatz elektrifizierter Antriebe; so kann der ÖPNV z.B. mit seinen bekannten Fahrtrouten und definierten Haltestellen punkten. Nach Meinung der Teilnehmer erfordert der derzeitige Stand der Technik allerdings noch ein Nachladen von E-Bussen im Streckenverlauf. Hierzu stellten Fachexperten verschiedene Nachladekonzeote vor und diskutierten auch die Rahmenbedingungen für Energienetzbetreiber.


Kernaussagen der Referenten

VORTRAG       
KERNAUSSAGE

Voraussetzungen für den elektromobilen Buseinsatz im ÖPNV
Prof. Adolf Müller-Hellmann, VDV Förderkreis

Der ÖPNV muss sein erhebliches Potenzial mit Blick auf die Elektromobilität (z.B. keine Reichweitenproblematik) nutzen und im Klimaschutz Vorreiter bleiben.
Elektromobilität - Sicht des Netzbetreibers
Ingo Sigert, N-Ergie Netz
Die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen erlauben es den Netzbetreibern nicht, eine aktive Rolle in Geschäftsmodellen wie z.B. V2G wahrzunehmen.
Potenzialanalyse Elektromobilität - Projektvorstellung Net-Elan
Paul Waldowski, TU Berlin   
Zur Untersuchung des Nutzungsverhaltens (Stand- und Ladezeiten, Wegstrecken etc.) sind Simulationsmodelle eine wichtige Grundlage zur Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Ansätze zur Batterieladung von Elektrobussen
Werner Rolfs, RWTH Aachen   
Die Anforderungen an E-Busse sind aufgrund der Rahmenbedingungen (Lange Betriebszeiten, kurze Ladezyklen, Kostendruck) deutlich höher als bei E-Autos.
Schnellnachladung von Elektrobussen an Haltestelle
Thoralf Knote, Fraunhofer IVI
Wesentlich für den Erfolg von Nachladesystemen ist ihre Kostenneutralität gegenüber ÖPNV-Lösungen wie z.B. O-Busse und Diesel(hybrid)busse.


Registrierte Mitglieder können die Unterlagen zum Workshop "Lade- und Batteriewechsel-Infrastruktur für E-Busse im ÖPNV" im Log-In Bereich einsehen.


Statements

  • Die Ausweitung der Elektromobilität im ÖPNV wird auch die flächendeckende Einführung des elektromobilen Individualverkehrs beschleunigen.
  • Langfristiges Ziel für Elektrobusse im ÖPNV ist der reine Batteriebetrieb. Kurz- bis mittelfristig sollten jedoch auch andere Technologien (Brennstoffzellen, streckenweise oder durchgängige Oberleitungen, induktives Nachladen im Fahrbetrieb, etc.) bei der Elektrifizierung von ÖPNV-Bussen berücksichtigt werden.
  • Verteilnetzbetreiber sehen durch die gesteuerte Beladung (G2V) von Fahrzeugakkus eine technische Möglichkeit zur Vergleichmäßigung von Netzlastspitzen un die Verwendung der Akkumulatoren zur Zwischenspeicherung elektrischer Energie (G2V) als Weg zum Fluktuationsausgleich regenerativer Einspeisungen. Beides mit dem Ziel einer möglichst optimalen Nutzung und Gestaltung der Netze. Der heutige Rahmen der Energieversorgung (Umbundling, Regulierung) engt bei der Entwicklung energetisch sinnvoller Ansätze ein.
  • Ein intelligentes und hochtechnologisches Lademanagement zur Optimierung zwischen Speicherkapazität und Ladezeiten zählen zu den Erfolgsfaktoren für elektromobile ÖPNV-Busse


Schwerpunktthemen für weitere Workshops

  • Untersuchung der Speichernutzung (G2V und V2G) von Busakkus unter Wahrung der Randbedingungen der Energieversorgung (Lastregelung, Netzaspekte) im Vergleich zur elektromobilien Autoflotte
  • Potenzialabschätzung, Batterien sowohl zur Optimierung der Netzlastflüsse als auch zur Bereitstellung von Antriebsenergie als Businessmodell zu nutzen


Programmflyer
Programmflyer
Workshop "Lade- und Batteriewechsel-Infrastruktur für E-Busse im ÖPNV"

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