18. April 2012 |

Foto: Honda/Auto-Reporter.NEt
Sogenannte Seltene Erden sind begehrt, auch in der Automobilindustrie. Um nicht ausschließlich neue Rohstoffe verwenden zu müssen, wird Honda ab Ende April das weltweit erste Serienverfahren zur Extraktion aus gebrauchten Produkten einsetzen. Das haben Honda und die Japan Metals & Chemicals Co., Ltd. in Tokio bekannt gegeben. Zunächst kommt das Verfahren bei gebrauchten Nickel-Metall-Hydridbatterien zum Einsatz, die aus Honda-Hybridfahrzeugen stammen und vom Handel zurückgenommen wurden. Geplant ist, den Prozess auf andere Teile auszuweiten.
Bislang hatte Honda diese gebrauchten Batterien einer Wärmebehandlung unterzogen und nickelhaltigen Abfall als Rohstoff für Edelstahl recycelt. Dank des neuen Verfahrens sind die extrahierten Elemente nun genauso rein wie neu geförderte und veredelte Metalle. Es ermöglicht die Extraktion von über 80 Prozent der Seltenen Erden, die in gebrauchten Nickel-Metallhydrid-Akkus enthalten sind.
Beim Recycling von Rohstoffen verfolgt das Unternehmen seit Langem den „3R-Ansatz“ (reduce, reuse, recycle = reduzieren, wiederverwenden, recyceln). So war Honda der erste japanische Automobilhersteller, der recycelte Teile angeboten und zugleich gebrauchte Ölfilter und Stoßdämpfer gesammelt und aufbereitet hat. In Zukunft soll das Recyclingnetzwerk weiter ausgebaut werden. (Auto-Reporter.NET/br)
Quelle: Auto-Report.net
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